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Das Magazin «plattrad» wird vom ADFC Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. herausgegeben. Es erscheint zwei Mal im Jahr (Juni und Dezember) als Beihefter des ADFC-Magazins Radwelt.

In der aktuellen Ausgabe des «plattrad» lesen Sie:
- über Gefahrenstellen auf Rügen ...
- was die Rostocker mit der Heide verbindet ...
- über Unterschiede zwischen Polen und Deutschland ...
und noch vieles mehr.
Die aktuelle Ausgabe des «plattrad» finden Sie in Ihrer ADFC Radwelt oder gleich hier zum herunterladen.
Außerdem:
Stralsund will mehr Fahrradstraßen
So titelte die Regionalpresse kürzlich. Es wird über die Absicht der Stadt berichtet, eventuell den aktuell neu gestalteten Abschnitt einer alten, krummen Wohngebietsstraße unweit des Bahnhofes zusammen mit den noch ausstehenden zwei weiteren Abschnitten, die absehbar folgen sollen, als Fahrradstraße auszuweisen.
Bisher hat man dort kaum Radfahrende gesehen. Dies ist aufgrund des sehr schlechten Zustands auch nicht verwunderlich. Wird dies nun in Zukunft anders? Würde diese Strecke von Radfahrern angenommen werden?
Aus Sicht der ADFC-Regionalgruppe Stralsund-Rügen wären für eine Fahrradstraße mindestens drei Bedingungen erforderlich, damit diese nicht bloß erklärt wird, sondern Radfahrenden einen deutlichen Nutzen bringt:
- Die Straße muss gut und sicher befahrbar sein. Dies könnte mit den jetzt begonnenen Bauarbeiten erreicht werden.
- Die Anschlüsse an jetzt schon stärker frequentierte Strecken müssen klar, übersichtlich, eindeutig und sicher sein.
- Die Strecke sollte sich in ein Netz und jeweils ebenfalls radfahrgeeignete Strecken einbinden.
Ob dies künftig alles berücksichtigt werden wird, wissen wir nicht, hoffen aber. Wir beabsichtigen dazu demnächst mit dem Bauamt der Stadt zu sprechen.
In dem Presseartikel wird eine junge Zustellerin zitiert, die nicht "noch mehr Fahrradstraßen" möchte. Ich verstehe, dass es in ihrer Tätigkeit nicht einfach ist und das dann immer unter Zeitdruck. In Stralsund gibt es nach unserer Kenntnis bisher vier! Fahrradstraßen. Ist das schon zu viel? Ich glaube aber, dass hier ein Missverständnis vorliegt. Im Gegensatz zu baulich von der Straße getrennten oder durch Fahrbahnmarkierungen ausgewiesenen Radwegen, betrifft eine Fahrradstraße die gesamte Fahrbahnbreite in beiden Richtungen. Die darf auch von Zustellfahrzeugen genutzt werden, wenn sie, was ich unterstelle, Platz zum Überholen und Vorbeifahren lassen. Zustellende stellen also für Radfahrende dort kein Problem dar und umgekehrt. Da bleibt immer genügend Platz für kurzzeitig Haltende und für Radfahrende. Diese sachlichen und rechtlichen Zusammenhänge sind vielen Radfahrenden und erst recht vielen Kraftfahrenden offensichtlich noch nicht geläufig.
© Uwe Genz